Über Uns

Hier finden Sie alle Informationen zum NCV
  • Sie möchten im Niddaer Carneval Verein mitarbeiten oder die Näirer Fastnacht durch eine passive Mitgliedschaft unterstützen? Gerne informieren wir Sie über eine Mitgliedschaft. wenden Sie sich dazu an ein Mitglied unseres Vorstandes.

    Zum Eintritt in den NCV genügt das Ausfüllen des Mitgliedsantrags.

    Die Abteilungsleiter aber auch jedes Vorstandsmitglied nimmt den Antrag gerne entgegen. Es ist auch möglich, den Antrag per Post oder Mail einzureichen. Die erforderlichen Unterlagen für eine Mitgliedschaft erhalten Sie unter dem folgenden Link herunterladen

    Beitrittserklärung - Download

    Satzung - Download
    Beitragsordnung - Download
    Geschäftsordnung - Download
    Finanzgeschäftsordnung - Download

    Postanschrift:

    Niddaer Carneval Verein 1950 e. V.

    Burgwiesenweg 9a

    63667 Nidda

    Mail Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

  • PRÄSIDIUM

    PRÄSIDIUM

    Von den Präsidiumsmitgliedern vertreten jeweils zwei gemeinsam den NCV bei Rechtsgeschäften. Sie traten im Juni 2011 die Nachfolge des Vorsitzenden Christian Häßner und seines Stellvertreters Volker Bade an. Mit der Neuausrichtung der Vereinsführung soll die Vorstandsarbeit flexibler gestaltet und die Verantwortung auf mehr Schultern verteilt werden.
    FRAUKE KOCH

    FRAUKE KOCH

    Seit 1979 beim NCV und seit 2009 im Vorstand. In der Vergangenheit unterstütze sie die Rechnerin bei Ihren Aufgaben. Im Präsidium ist sie nun zuständig für die Finanzen, Steuern und die Tanzabteilung.
    ADELHEID SPRUCK

    ADELHEID SPRUCK

    Begann ihre NCV Karriere 1999 als Büttenrednerin. Heute nimmt sie, gemeinsam mit anderen, mit viel Humor das örtliche Geschehen und auch sich selbst auf die Schippe. Iim Präsidium zeichnet sie für die Bühnenfastnacht verantwortlich und kümmert sich außerdem um Presse und um die schwierigen Arbeitsfelder Ehrendoktor, Prinzenpaar und Elferrat.
    MANFRED GAND

    MANFRED GAND

    ist seit 40 Jahren NCV-Mitglied und war schon als Zugmarschall und Geschäftsführer im Vorstand tätig. Seit seiner Wahl ins Präsidium kümmert er sich um die Veranstaltungsorganisation (innen und außen) und ist Ansprechpartner für die Abteilung Fanfarenzug.
    MARTIN LEIß

    MARTIN LEIß

    Geboren 1963, hat die Gesangsgruppe „Die Kreppel“ zwar nicht begründet, war aber bis 2015 mehr als 20 Jahren deren Präsident. Der Prinz der Saison 1987 ist seit 1991 Vorstandsmitglied und war zunächst zehn Jahre als Programmchef und anschließend als Schriftführer tätig. Er ist Ehrenritter der Garde und im Präsidium obliegt ihm die Mitgliederverwaltung, die Verbandsarbeit und neue Medien.
    HERBERT SAUER

    HERBERT SAUER

    Senatspräsident. Sein Stellvertreter ist Thomas Repp.
    ANDREAS MÜTH

    ANDREAS MÜTH

    Sitzungspräident
    VALENTIN KUNERT

    VALENTIN KUNERT

    Abteilungs-Kommandant NCV-Fanfarenzug
    ERWEITERTER VORSTAND

    ERWEITERTER VORSTAND

    Neben dem Präsidium und den "geborenen Vorstandsmitgliedern" wird der Vorstand durch folgende Personen ergänzt: Jessica Emrich, Jan-Philipp Repp, Matthias Usinger, Enzo Cuccuzza, Kurt Rau, Ute Ziegler, Jannik Müller, Kira Ziegler, Frederik Ritter
    JESSICA EMRICH

    JESSICA EMRICH

    Dekoration
    JAN-PHILIPP REPP

    JAN-PHILIPP REPP

    Hofmarschall, Prinzenführer
    KURT RAU

    KURT RAU

    Kurt Rau, Zugmarschall
    ENZO CUCCUZZA

    ENZO CUCCUZZA

    Marketing und Bewirtschaftung
    KIRA ZIEGLER

    KIRA ZIEGLER

    Dekoration
    UTE ZIEGLER

    UTE ZIEGLER

    Gute Seele der NCV-Tanzabteilung
    JANNIK MÜLLER

    JANNIK MÜLLER

    Marketing und Eventplanung
    MATTHIAS USINGER

    MATTHIAS USINGER

    Vertreter des Elferrats
    FREDERIK STUART RITTER

    FREDERIK STUART RITTER

    Leiter Jugendteam
  • Die Inhalte dieser Seiten werden zur Zeit noch überarbeitet.
  • Traditionsreiche Ehrung

    Doctor delectationis humoris causa der närrischen Universität zu Froistecksburg

    Seit 1953 erhielten zahlreiche Persönlichkeiten aus Politik, Wissenschaft, Kunst, Theater, Sport und Medienarbeit die Würde eines "Dr. humoris causa", die traditionell unter einem Schäferhut verliehen wird. Wer ein strenges Auswahlverfahren erfolgreich geschafft hat,wird vom Rektorat in gebührender Form für bereits erbrachteund herausragende Leistungen geehrt. Jede Verbindung zur Kultur, insbesondere zur hessischen Tradition wird hierbei besonders bewertet.

    Ehrendoktor

    Ehrendoktor

    Ehrendoktor 2017 Thomas Bäppler Wolf alias Bäppi La Belle mit dem närrischen Rektorat, Vertretern des Präsidiums umd Bürgermeister Seum (rechts)

    Der "Doctor" unserer Universität hat mit dem akademischen Grad nichts gemeinsam. Die Tradition unserer närrischen Universität hat zwei Elemente: Die Spinnstube und der Schäferhut. In zahlreichen hessischen Dörfern - so auch bei uns - gab es in früherer Zeit die Spinnstuben. Es waren Räume, in denen man sich regelmäßig zum Gedankenaustausch, zur Unterhaltung, zur Vorbereitung einer Feier, zu Ulk und heiterer Abwechslung traf.

    Dieser Ort der Kommunikation, der Freude an Informationen, der eigenen Urteilsfindung und des Planens von ernsten oder humorvollen Gemeinsamkeiten war ein Vorläufer unserer Zeit. Heute ersetzen wir diese Spinnstubenunterhaltung durch moderne Medien wie Zeitung, Funk und Fernsehen. Die damaligen "Manager" oder Sprecher der Spinnstuben wurden "Doct´r" genannt. Es waren geachtete Bürger mit der berühmten Nasenlänge voraus. Daran erinnern noch heute Dorfnamen wie z.B. Eckharts-Doct´r oder der Schmitte-Doct´r.

    Unter dem Hut

    Der Niddaer Karneval hat die Bezeichnung "Doct´r" eingedeutscht und als "Doctor" für seine närrische Universität übernommen. Ein Doktor ist ein Lehrender, einer der vermitteln und weitergeben kann. Delectationis causa heißt "der Freude wegen", noch treffender gesagt, dieser Doctor ist also ein Lehrender der Lebensfreude in ihrer ausdrucksvollsten Form.

    Doctor "humoris causa" besagt also, man verleiht den Doctortitel, um eine Persönlichkeit zu ehren, weil sie edel denkend und edel handelnd ist. Dieser Begriff ist mit etwas dichterischer Freiheit in humoris abgewandelt worden. Humor heißt ja wörtlich übersetzt Feuchtigkeit. Damit ist bei weitem nicht etwa Schnaps gemeint, sondern jedwede Feuchtigkeit, insbesondere der beste Saft des Lebens: das Blut.

    Bereits im Mittelalter bezeichnete man mit "Humor" die Säfte des Menschen, die sein Wesen und seinen Charakter bestimmen, die also Witz, Geist und Esprit und damit ein lebenswertes Leben erst möglich machen. Im 17. bis 18. Jahrhundert wurde dann der Begriff "humour" in England zur Darstellung der verspielten Heiterkeit verwendet. Unsere Universität bestätigt unseren Ehrendoktoren, dass sie Lebensfreude vermitteln und zwar in ihrer schönsten und edelsten Form.

    Das zweite Brauchtumsveranstaltung der Doctorencour ist der Schäferhut. Wer unter den Schäferhut kommt, muss Verbundenheit zu Land und Leuten besitzen, ein fröhliches Herz haben. Er muss überzeugend, im richtigen Moment und möglichst humorvoll reden und handeln können.
    Typisch für Oberhessen ist es, als guter, erfolgreicher Mensch unter dem Hut gestanden zu haben. Der Hesse sagt: "er hoat eanerm Hout gestanne". Damit ist ihm die Weisheit und Beobachtungsgabe der "Schäfer" zuerkannt, aber auch die Geborgenheit durch die Gemeinschaft.
    Die Doctoren der Niddaer Universität Froistecksburg bewahren die Verbundenheit zu unserer Region und ihren Menschen. Sie alle sind Botschafter hessischen Brauchtums sowie Schöpfer und Zeitzeugen einmaliger kultureller Werte.

    Ehrendoktoren des Niddaer Carneval Vereins

    Die Ehrendoktoren des Niddaer Carneval Vereins 1950 e.V.vormals Niddaer Karnevalsgesellschaft 1900

    JahrEhrendoktor
    1953 Erwin Mengel Bürgermeister
    1954 Paul Pfaff Zimmermeister
    1955 Franz Müth
    Jupp Breitbach
    Konrektor
    Kaufmann
    1956

    Joe Ludwig
    Otto Rübsamen

    Polizeikommissar
    kfm. Angestellter
    1957 Otto Heilmann
    Otto Laufer
    Unternehmer
    Oberstudienrat
    1958 Ludwig Runk
    Jupp Sigl
    Lehrer und Heimatdichter
    Industriekaufmann
    1959 Heiner Alt Oberwerkführer
    1960 Dr. Willi Scheu
    Otto Schwöbel
    Zahnarzt
    Geschäftsführer
    1961 Hein Echterhagen
    Otto Klös
    Kurdirektor
    Journalist
    1962 Karl Volkheimer
    Kurt Schmid
    Bankkaufmann
    Rektor
    1963 Herbert Stadler
    Willi Pfeiffer
    Bankdirektor
    Kaufmann
    1964 Rolf Braun
    Georg Heß
    Kaufmann
    Mundartdichter
    1965 Otto Dönges
    Willi Klock
    Dr. Paul Laven
    Rektor
    Stadtrat
    Journalist
    1966 Anneliese Aulbach Reporterin
    1967 Emil Lang Kaufmann
    1968 Charlie Kaufmann Sportlehrer
    1969 Hans Klös Abteilungsleiter
    1970 Albert Oswald hessischer Ministerpräsident
    1971 Josef Offenbach Volksschauspieler
    1972 Werner Hess Intendant Hessscher Rundfunk (HR)
    1973 Georg Leber Bundesminister
    1974 Heinz Schenk Schauspieler
    1975 Hans Heinz Bielefeld Staatsminister
    1976 Margit Schramm Kammersängerin
    1977 Willy Hofmann Sänger
    1978 Lia Wöhr Volksschauspielerin
    1979 Prof. Heinz Hoppe Kammersänger
    1980 Erika Köth Kammersängerin
    1981 Margot Hielscher Schauspielerin
    1982 Karin Tietze-Ludwig Fernsehansagerin
    1983 Barbara Dickmann Journalistin
    1984 Elmar Gunsch Funk- und Fernsehmoderator
    1985 Ingeborg Hallstein Kammersängerin
    1986 Liesel Christ Volksschauspielerin
    1987 Ilse Werner Schauspielerin
    1988 Frank Lehmann Fernsehmoderator
    1989 Barbara Tietze-Siehl Journalistin
    1990 Harald Schmid Sportler
    1991 - -
    1992 Hans J. Rauschenbach Sportmoderator
    1993 Uli Stein Fußballtorwart
    1994 Rudi Cerne Sportmoderator
    1995 Michaele Scherenberg Fernsehmoderatorin
    1996 Karl-Heinz Stier Fernsehmoderator
    1997 Jean Pütz Autor und Fernsehmoderator
    1998 Matthias Beltz Kabarettist
    1999 Robert Treutel Rundfunkmoderator
    2000 Dr. Jürgen Emig Sportmoderator
    2001 Pit Krüger Schauspieler
    2002 Dr. Rolf Müller Präsident hessischer Landessportbund
    2003 Prof. Dieter Weirich Medienberater
    2004 Johannes Scherer Moderator und Comedian
    2005 Christoph Duchardt
    Christian Renner
    Martin Peppler
    Klaus Stefan Kaiser
    Oliver Rühr
    a capella Gesangsgruppe "Matzingers"
    2006 Rolf Gnadl Landrat des Wetteraukreises
    2007 Walter Renneisen Schauspieler
    2008 Holger Weinert Fernsehmoderator
    2009 Reinhard Schall Fernsehmoderator
    2010 Norbert Kartmann Präsident des hessischen Landtages
    2011 Edgar Itt Olympiamedalliengewinner und Motivationstrainer
    2012 Jochen Hieber Redakteur, Autor und Journalist
    2013 Dietrich Faber Kabarettist und Autor
    2014 Karl Oertl hessischer Fastnachter
    2015 Thomas Ranft Fernsehmoderator
    2016 Eberhard Gienger Bundestagsabgeordneter und Olympiamedalliengewinner
    2017 Thomas Bäppler-Wolf alias Bäppi La Belle Schauspieler, Travedy Star
  • FROISTECKER

    FROISTECKER

    Froistecker ist der Spitzname der Niddaer (oder auch "Näirer"). Auf hochdeutsch "Frühstücker". Der Name kommt von der Angewohnheit der Niddaer, am Vormittag gern etwas zu essen. Bevor die Bauern aus der Umgebung nach dem Marktbesuch mit ihrem Pferdegespann den Heimweg antraten, "frühstückten" sie nach ihren Geschäften gern in einer der 23 Kneipen, die es einstmals gab. Froistecker sind angenehme Menschen, freundlich, wenn sie sich einer Sache sicher sind, zurückhaltend, wenn sie unsicher sind, fleißig, wenn es ihnen etwas einbringt, hilfsbereit, wenn es sich lohnt und fröhlich, wenn andere mitmachen oder wenn sie satt und nicht ganz nüchtern sind.
    FROISTECKERGEDECK

    FROISTECKERGEDECK

    Das Froisteckergedeck besteht aus "Weck, Wurscht un Woi", Brötchen, Wurst (meist Fleischwurst) und Apfelwein. Neben dem Jahresorden erhalten die Aktiven der Niddaer Sitzungsfastnacht als kleine Anerkennung ein Froisteckergedeck überreicht. Am Fastnachtsonntag wird vor dem Fastnachtsumzug die Garde mit dem Froisteckergedeck vergattert. Dabei erhalten die Gardisten ein Froisteckergedeck. Alsdann erfolgt durch den Kommandanten das Kommando: "Weck beißt ab!, Wurscht beißt ab!, Äppelwoi sauft!" Haben die Gardisten den Befehl befolgt, meldet der Kommandant seiner Tollität: "Mein Prinz, ich melde Vergatterung der Garde!"
    SCHLACHTRUF

    SCHLACHTRUF

    Der für den NCV typische Schlachtruf lautet „Häi dou!“. Dieser Ausdruck kommt aus dem oberhessischen Sprachgebrauch und lässt sich als freundlicher Zuruf etwa mit „He, du da!“ gleichsetzen. Mit diesem Ruf begrüßen sich die "Näirer Narren" in der Zeit vom 11.11. bis zum Aschermittwoch. Darüber hinaus gibt es den sogenannten „Froistecksburgmarsch“, der als Büttenmarsch des NCV bekannt ist.
    FROISTECKSBURGMARSCH

    FROISTECKSBURGMARSCH

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  • FASTNACHTLICHE BRAUCHTUM BEREITS IM MITTELALTER

    FASTNACHTLICHE BRAUCHTUM BEREITS IM MITTELALTER

    Wie wir in einem Zeitungsbericht des Niddaer Heimatforschers Dr. Karl Kraft lesen, findet sich die erste Erwähnung des Niddaer Carnevals in einer Chronik aus dem 16. Jahrhundert. Dr. Kraft schreibt: "Daß bei uns ein gewisses Fastnachtsbrauchtum vorhanden war, kann aus der [...] Nachricht geschlossen werden, Johannes Brendelius Niddanus, Schulmeister an der Niddaer Lateinschule 1550/51, habe das 'Heydnische Gerüff und Spiel der Fassenacht' zurückgetrieben. Vielleicht liegt die Vermutung nahe, dass an Fastnacht eine Schar junger Leute beiderlei Geschlechts [...] in phantastischen, schreckenerregenden Kleidungsstücken durch die Gassen zogen, eine Art Fastnachtsumzug veranstalteten und auch kleine Schwänke in dramatischer Form mit Verspottung allgemein menschlicher Schwächen und auch mit Vorkommnissen von irgendwie auffallenden Einzelpersonen der Stadt aufführten." Am 29. April 1614 liest man im Rügebuch der ev. Pfarrei: NB zu gedenken der Fastnachts Maydte, darin vier erkundigt worden, Cloß Hansen Tochter, Zimmerhans Tochter, Fischer Barben Tochter, Johannes Döln Stieftochter." Über das Verhalten der Mädchen ist nichts bekannt. Diese beiden Zitate belegen, dass die närrische Tradition in Nidda seit langem besteht.
    ORGANISIERTE FASTNACHT SEIT DEM 19. JAHRHUNDERT

    ORGANISIERTE FASTNACHT SEIT DEM 19. JAHRHUNDERT

    Erst in der Mitte des 19. Jahrhunderts erfährt man wieder etwas von der Niddaer Fastnacht. Erstmals findet man 1848 eine Anzeige über einen Maskenball im "Hotel Stern" (heute Heimatmuseum). 1859 hat sich das erste närrische Komitee konstituiert, 1870 entsteht die erste Niddaer Carneval Vereinigung "Die Rappelköpp", 1877 folgen "Die Türken", 1878 erscheinen "Die Addinisten". Sie veranstalten 1884 die erste große Galasitzung, 1886 tritt der Carnevalsclub "Suma" mit ersten Damen- und Herrensitzungen auf. 1896 erfolgt die Gründung der Niddaer Käwern-Gesellschaft. Auch die Casino-Gesellschaft trat mit närrischen Veranstaltungen an die Öffentlichkeit.
    VORGÄNGERGESELLSCHAFT GEGRÜNDET IM JAHR 1900

    VORGÄNGERGESELLSCHAFT GEGRÜNDET IM JAHR 1900

    Am 10. Februar 1900 wurde die "Karnevalsgesellschaft 1900 Nidda" gegründet. In den folgenden Jahren, etwa bis 1908, rückten die Niddaer in den Mittelpunkt der oberhessischen Fastnacht. Nach dem Ende des 1. Weltkrieges begann das närrische Treiben wieder Mitte der zwanziger Jahre. Es waren vor allem Turnverein, Gesangverein, Radfahrverein und Sportclub, die wegen ihrer Feste und Bälle von sich reden machten. Turnverein und Sportclub hielten auch kurz nach dem Zusammenbruch 1945 wieder erste getrennte Sitzungen und Maskenbälle ab. Verantwortlich beim Sportclub waren Otto Klös und Franz Müth, beim Turnverein Paul Pfaff.
    NEUGRÜNDUNG 1950

    NEUGRÜNDUNG 1950

    Im Jahr 1950 fand man sich unter Führung dieser Akteure zur Gründung eines Carneval-Vereins zusammen. In der Gaststätte "Zum Karlshof" fand die Gründungsversammlung statt. Man gab sich den Namen "Vereinigung der Niddaer Froistecker". 31 Fastnachter waren anwesend. Aus Ihrer Mitte wählten sie Paul Pfaff zum Präsidenten, Franz Müth zu dessen Stellvertreter und Otto Klös zum Programmchef. In der Kampagne 1950/51 fanden die ersten gemeinsamen Veranstaltungen statt und am 4. Februar 1951 bewegte sich der erste Fastnachtszug seit 1906 wieder durch die Straßen Niddas. Das Prinzenpaar wurde am Bahnhof empfangen Der Empfang durch die Bevölkerung war sehr dürftig und fast erschreckte der neue Karnevalsruf "Häi dou!" die wenigen Zuschauer.
    STARTHILFE VON DER KG

    STARTHILFE VON DER KG "ALT KÖLLEN"

    Trotzdem ließen sich die Verantwortlichen nicht klein kriegen. Am 16. Januar 1952 beantragte die Vereinigung beim Amtsgericht Nidda, den Verein mit dem neuen Namen "Niddaer Carneval-Verein (die Näirer Froistecker)" einzutragen. In den ersten Jahren des NCV fanden die Eröffnungssitzungen auf der Kegelbahn im "Darmstädter Hof" statt und der Prinzenball in allen Räumen des Lokals. Vereinslokal wurde das "Central-Café". Bis zum Jahre 1955 waren die Veranstaltungen nicht so gut besucht. In diesem Jahr trat aber eine Wende ein. Paul Pfaff und Otto Klös hatten mit der Kölner Karnevalsgesellschaft "Alt-Kölle-Die kölsche Torwachen" Verbindung aufgenommen und so kam es am 5. Februar 1955 in der überfüllten Niddaer Turnhalle zu einer gemeinsamen Sitzung. Der Kreis-Anzeiger titelte mit den Worten: "Fastnacht schlägt Brücken der Freundschaft - NCV erhält herrliche Standarte zum Jubiläum". Ein Jahr später schreibt die Presse den "... Den Kölner Paten von der KG Köllen müsse sehr viel gedankt werden. ... Wenn die Niddaer heute einen Namen in karnevalistischen Kreisen hätten, der weit über den Bereich Oberhessens hinaus klinge, so nicht zuletzt durch die Unterstützung aus Köln. Der Besuch aus Köln regte auch die Gründung des NCV Tanz- und Bläsercorps und die Einrichtung eines Ehrensenats an. Auf eine Initiative des Journalisten Otto Klös geht die Verleihung der "Ehrendoktorwürde humoris causa" zurück. Zunächst wurde die Ehrung vor allem Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens in Nidda zu Teil. Erster Doktor unter dem Schäferhut war 1953 der bekannte Lehrer und Heimatdichter Ludwig Runk. Den Präsidenten des Ehrensenats Heinrich Lotz und Fritz Bill gelang es dann in den Folgejahren zahlreiche Persönlichkeiten aus Politik, Wissenschaft, Kunst, Theater, Sport und Medienarbeit für Verleihung dieser Ehrenbezeichnung zu gewinnen.
    BLÜTEZEIT IN DEN

    BLÜTEZEIT IN DEN "GOLDEN FIFTIES"

    Nach ersten bescheidenen Anfängen wurde das Sitzungsprogramm des NCV immer attraktiver. Der hessische Rundfunk wurde auf ihn aufmerksam und übertrug mehrere Jahre lang am Rosenmontagabend eine Sitzung aus der Niddaer Turnhalle. Die Gießener Fastnachtsvereinigung wurde mit Hilfe des NCV gegründet und in der Folge wurden gemeinsame Sitzungen im Gießener Stadttheater und in der Sporthalle Ost abgehalten. Vor über 3.000 Besuchern begeisterten dort die Niddaer Karnevalisten. Höhepunkte waren Ende der fünfziger, Anfang der sechziger Jahre die Sitzungswochen. Zum Teil mit organisierten Fahrten per Eisenbahn oder Bus kamen pro Jahr über zwanzigtausend Besucher zur Sitzungsfastnacht nach Nidda und waren von den Leistungen der Darbietenden begeistert.
    TRADITION BEWAHREN, NEUES WAGEN

    TRADITION BEWAHREN, NEUES WAGEN

    Auf Höhen folgen Tiefen und so ebbte auch diese Welle wieder ab. Die Verantwortlichen im NCV standen neuen Ideen stets offen gegenüber ohne jedoch die Bewahrung der Traditionen darüber zu vergessen. Das neu gegründete Hofballett unter Leitung des Choreographen René Pegliasco begeisterte in den siebziger Jahren und trat ebenso wie der Büttenstar Walter Allert bei der Fernsehsendung "Hessen lacht zur Fassenacht" auf. Damals wie heute wird das NCV-Vereinsleben von der Organisation und Durchführung der Fastnachtsveranstaltungen in Nidda bestimmt. Stolz ist der Verein darauf, dass man noch immer fast gänzlich ohne fremde Beiträge auskommt und beim Programm für die Sitzungsveranstaltungen jedes Jahr rund 120 Aktive tätig sind. Ende der achtziger Jahre wurde die eingeschlafene Kinderfastnacht wiederbelebt, die unter Mitbegründer Franz Müth legendär geworden war. Kinderfastnacht und Jugendsitzung sind alljährlich gut besucht und aus den Näirer Nachwuchs Narren finden sich immer wieder Talente, die bei der Stange bleiben und irgendwann in die Fußstapfen von Büttenkräften wie Jochen Schulte, Heiner Alt, Walter Allert oder Martin Ritter treten. Deshalb ist den Verantwortlichen um den Fortbestand des Vereins nicht bange.
    Vereinsleitung

    Vereinsleitung

    NCV-Vorsitzende bis heute
    • 1950 bis 1955 Paul Pfaff
    • 1955 bis 1963 Otto Klös
    • 1963 bis 1967 Emil Lang
    • 1967 bis 1968 Hans Klös
    • 1968 bis 1985 Kurt Schmid
    • 1985 bis 1990 Heiner Naumann
    • 1990 bis 1997 Ursula Allert
    • 1997 bis 2011 Christian Häßner
    • seit 2011 wird der Verein von einem Präsidium geführt
    • 2011 bis 2015 Manfred Gand, Frauke Koch, Martin Leiß, Herbert Sauer und Adelheid Spruck
    • seit 2015 Manfred Gand, Frauke Koch, Martin Leiß und Adelheid Spruck
  • Satzung

     

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